#wirsindmehr

#wirsindmehr

Fast alle meine Freunde auf Facebook haben unter ihrem Profilbild #wirsindmehr stehen. Was soll denn das jetzt? Ja, wir sind mehr Menschen, die geflüchteten Menschen helfen wollen, wir sind keine, die Flüchtlingsheime anzünden, wir sind mehr, die Frieden wollen, wir sind mehr, die helfen anstatt zu verdammen, zu töten, zu diskriminieren. Wir sind die Mehrheit und haben nichts gegen geflüchtete Menschen.
Das ist ja ganz einfach, wenn man die Mehrheit ist.
Man fühlt sich sicher, man kann mit dem Strom schwimmen und der ist, dem Himmel sei es gedankt, nicht rechts, nicht fremdenfeindlich. Inrteressant wird es doch aber erst, wenn wir, die Freundlichen und Netten, nicht mehr die Mehrheit sind, wenn wir anfangen gegen den Strom zu schwimmen. Was machen wir dann? Sind wir diejenigen, die Menschen verstecken, damit sie nicht ausgewiesen werden, sind wir diejenigen, die im Flugzeug aufgstehen, wie die junge Kanadierin, die damit verhindert hat, dass ein Afghane in sein Herkunftsland abgeschoben wurde? Sind wir diejenigen, die Anne Frank im Hinterhaus versteckt hätten? Die Flugblätter in München verteilt hätten, wie Sophie und Hans Scholl? Oder anders gefragt: Haben wir unsere Zivilcourage noch, wenn wir nicht mehr die Mehrheit sind?
Ich wünsche es mir.

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